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Diamantenkunde

Diamanten entstehen durch Druck und Hitze im Innern der Erde. Kristallisierter Kohlenstoff wird unter großem Druck bei ca. 1300 Grad über Jahrhunderte aus 150 bis 600m Tiefe nach oben befördert. Der entstandene Rohdiamant ähnelt in Form und Textur einem Kristall und erhält erst durch den optimalen Schliff seine volle Brillanz.

Die 4Cs

Bei der Bewertung und Zertifizierung eines geschliffenen Steins gelten die „4 Cs“ als wertbestimmende Indikatoren.

1. Cut: Der Schliff

Die Brillanz eines Diamanten beruht auf dem optimalen Schliff.

Technischer Schliff

Neben dem Schliff bestimmen weitere Kriterien wie die Proportion von Ober- und Unterteil zueinander, sowie die Politur, die Exaktheit mit der die Facetten aneinander liegen, die Brillanz des Steins.

Schliffformen eines Diamanten

Es gibt verschiedene Formen, der Brillantschliff gilt hier als Klassiker: ein Rundschliff mit mindestens 32 Facetten und Tafel im Oberteil und mindestens 24 Facetten und Kalette am Unterteil. Außerdem existiert eine reiche Palette an Fantasieschliffen, wie beispielsweise  der  Princess- , Baguette-, Smaragd-, Marquise-, Tropfen-, Oval- oder Herz-Schliff.(s. Bilder)

Brillant-Schliff

Brillant-Schliff

Der kreisrunde Schliff zeichnet sich durch die optimale Anordnung von insgesamt 57 Facetten plus Tafel in Ober- und Unterteil aus, die im perfekten Verhältnis zueinander seine besondere Brillanz (aus dem französischen „glänzend“) hervorheben.

Marquise-Schliff

Marquise-Schliff

Auch als Navette – Schliff bekannt, ähnelt er in seiner Form einem Boot (aus dem fanzösischen navette = „kleines Schiff“), bei dem die Symmetrie der beide Spitzen zueinander sowie das Verhältnis von Länge zu Breite besonders wichtig ist.

Tropfen-Schliff

Tropfen-Schliff

Bei dieser Kombination aus dem klassischen Brillantschliff und dem Marquise-Schliff zeichnet sich die Brillanz in der perfekten Symmtrie und Proportion von der runden Seite zu einer gleichmäßig und geraden zulaufenden Spitze aus.

Herz-Schliff

Herz-Schliff

Die Brillanz eines schönen Herzschliffs zeichnet sich durch die gleichmäßige Form und Symmetrie beider Seiten zueinander und die optimale Anordnung der Facetten aus.

Prinzess-Schliff

Prinzess-Schliff

Das Hauptmerkmal ist seine quadratischen Form, bei der die Seiten mit einer geringen Toleranz gleich lang sein sollten. Die optimale Brillanz entfaltet sich durch den Schliff der vier abgeschrägten Seiten in Pyramidenform mit 57 oder 76 Facetten.

Smaragd-Schliff

Smaragd-Schliff

Auch als Emerald-Cut bekannt, zeichnet er sich durch eine rechteckige Form mit abgeschnittenen Ecken und langgezogenen parallel angeordnete Facetten aus, die an Treppenstufen erinnern. Hier steht die Reinheit des Edelsteins im Vordergrund.

Kissen-Schliff

Kissen-Schliff

Dieser quadratische oder rechteckige Schliff erinnert in seiner Form an ein Kissen. Im Gegensatz zum Prinzess-Schliff, sind seine Ecken abgerundet und die Facettierung des Oberteils insgesamt runder.

Oval-Schliff

Oval-Schliff

Durch eine länglich symmetrische abgerundete Form wirkt den Stein bei gleichem Karatgewicht oft größer als runde Steine, da er eine größere Oberfläche besitzt.

Trilliant-Schliff

Trilliant-Schliff

Oberbegriff für dreieckig geschliffene Diamanten, alle Seiten sollten gleich lang sein, können aber sowohl gerade als auch gewölbt sein. Schliffvariationen in der Facettierung sind möglich.

2. Colour: Die Farbe

Neben unterschiedlichen Farben unterscheidet man auch in der Farbintensität des Diamanten von beispielsweise „hochfeines“ Weiß bis hin zu „getöntem“ Weiß.

Das Farbschema des international renommierten GIA Instituts gestaltet sich wie folgt:

Traditioneller Begriff GIA-Bezeichnung Deutscher Begriff (gem. IDC)
River D
E
Hochfeines Weiss+
Hochfeines Weiss
Top Wesselton F
G
Feines Weiss+
Feines Weiss
Wesselton H Weiss
Top Crystal I Leicht getöntes Weiss+
Crystal J Leicht getöntes Weiss
Top Cape K
L
Getöntes Weiss+
Getöntes Weiss
Cape bis Yellow M-Z Getönt

3. Clarity: Die Reinheit

Da der Diamant natürlichen Ursprungs ist, ist jeder Stein einzigartig und selten ‚fehlerfrei’ – das heißt ohne Einschlüsse. Diese Einschlüsse sind natürliche Verunreinigungen des Diamanten und sind in einer Reinheitsskala eingestuft. Der Reinheitsgrad variiert von lupenrein (keine Einschlüsse bei 10-facher Vergrößerung ) bis hin zu großen/zahlreichen Einschlüssen (mit geschultem Augen ohne Lupe sichtbar) und gliedert sich wie folgt:

Traditioneller Begriff GIA-Bezeichnung Deutscher Begriff
flawless FL lupenrein+
internally flawless IF lupenrein
very, very small inclusions vvs1
vvs2
sehr, sehr kleine Einschlüsse+
sehr, sehr kleine Einschlüsse
very small inclusions vs1
vs2
sehr kleine Einschlüsse+
sehr kleine Einschlüsse
small inclusions si1
si2
si3
kleine Einschlüsse+
kleine Einschlüsse
kleine Einschlüsse -
Inclusions I1
I2
I3
sehr kleine Einschlüsse (mit geschultem bloßen Auge sichtbar, v.a. bei größeren Steinen)

4. Carat: Das Gewicht

Diamanten werden in Carat gewogen, dabei entspricht ein metrisches Carat = 200mg = 0,2 Gramm. Das Carat wird hinter dem Komma in Zehntel und Hundertstel unterteilt, um das Gewicht des Diamanten möglichst genau zu bestimmen.

Die Einheit Carat gibt aber nur das Gewicht eines Steins an und kann in der Größe dennoch variieren. Beispielweise kann ein Diamant von einem Carat einen Durchmesser zwischen 6.2 – 6.7 mm haben. Grundsätzlich sind  Diamanten mit einer höheren Caratzahl, bei sonst vegleichbaren Parametern, wertvoller als Diamanten mit geringerem Gewicht.

Die Zertifikate

Ein Zertifikat hilft bei der Verifizierung eines Steins, in ihm sind Größe, Gewicht, Farbe und Reinheit dokumentiert. Es gibt viele verschiedene Institute, die in Laboren Diamanten graduieren, die bekanntesten sind:

GIA: Gemological Institute of America

Institut mit international höchster Reputation, besitzt Labore auf allen Kontinenten und ist eine non-profit Organisation.

HRD: Hooge Raad voor Diamant

Belgisches Institut mit Sitz an der europäischen Diamantenbörse in Antwerpen, verfolgt ähnliche hohe Standards wie GIA.

AGS: American Gem Society Laboratories

Der Handelsverband von Juwelieren, unabhängigen Gutachtern, Lieferanten und ausgewählten Branchenmitgliedern erstellt auch Zertifikate.

IGI: International Institute of Gemology

Sehr große amerikanische Zertifizierungsorganisation für Diamanten, mit Laboren auf allen Kontinenten.

Die Zertifikat-problematik

Parameter wie Gewicht, Größe, Form, Farbe und Reinheit definieren die Qualität des Diamanten. Meist wird bei aktuellen Zertifikaten die Zertifikatsnummer direkt in die Rundiste des Steins eingraviert, so dass diese unter dem Mikroskop sichtbar wird.

Allerdings sind die Standards der Institute bei der Graduierung nicht direkt vergleichbar. Es werden zum Beispiel verschiedene Formulierungen für Farbgebung und Reinheit verwendet, auch gibt es Unterschiede in den Bewertungskriterien, das eine Institut ist strenger als das andere. Daraus ergeben sich dann am Ende preisliche Unterschiede. Da GIA den höchsten Standard hat und international die höchste Anerkennung besitzt, arbeiten wir vorzugsweise mit diesen Expertisen.  

Diamanten bei Baumann

Bei uns finden Sie natürliche Diamanten von klein bis groß. Unsere Diamanten stammen aus konfliktfreien Gebieten und unterliegen dem Kimberley-Abkommen, denn wir kennen unsere Zulieferer persönlich. Ab einer Größe von etwa 0.30 ct bieten wir Brillanten mit GIA-Zertifikat an. Wir besitzen ein breites Sortiment an Diamanten in verschiedenen Größen, Formen und Qualitäten. Hier können Sie sich vor Ort ein Bild machen und dann entscheiden, welcher Stein für Ihr Unikat der Richtige ist.

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